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Werte Leserinnen und Leser


unsere Welt steht gerade Kopf. Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, welches die Krankheit COVID-19 verursacht mit Grippe-ähnlichen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen, trockenem Reizhusten, Atemnot bis hin zum Atemnotsyndrom des Erwachsenen, hat unseren Alltag drastisch verändert: Händewaschen, Social Distancing, massive Einschränkungen der Bewegungsfreiheit bis hin zur Isolation von ganzen Städten sind nur einige Folgen der Pandemie, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Folgen dieser Viruserkrankung.


Die Krankheit verläuft vorallem bei älteren und polymorbiden Patienten oft schwer und führt trotz Einsatz intensivmedizinischer Betreuung inklusive Beatmung nicht selten zum Tod. Entsprechend ist der Wunsch vieler hochbetagter oder schwerkranker Menschen verständlich, auf lebensverlängernde Massnahmen zu verzichten. Wenn Betroffene auf eine Hospitalisation und/oder eine intensivmedizinische Behandlung verzichten möchten, ist es wichtig, dass dieser Wunsch in der Patientenverfügung explizit festgehalten wird. Entsprechend sollten in diesen Tagen die Betreuenden die Patientenverfügung mit den Betroffenen überprüfen und allenfalls ergänzen.

Um eine gute palliativ-medizinische Betreuung von COVID-19-Kranken mit zu erwartender ungünstiger Prognose gewährleisten zu können, bieten verschiedene Merkblätter von palliative ch und dem Verband spezialisierter Palliative Care Leistungserbringer des Kantons Zürich hilfreiche Informationen. Dem Notfallplan sollte in dieser Situation besondere Beachtung geschenkt werden. Für Fachpersonen sind weiterführende medizinische Informationen zur gegenwärtigen Pandemie im exzellenten Vortrag von Prof. Jüni von der Universität Toronto zusammengefasst.

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Generalversammlung von Palliativ Luzern

Die Generalversammlung unseres Vereins haben wir dieses Jahr für den 12. Mai 2020 geplant. Auf Grund der aktuellen Lage ist aber eine Durchführung der Versammlung im üblichen Rahmen nicht möglich. Wir werden deshalb unsere Mitglieder auf dem Korrespondenzweg um die Genehmigung der statutarischen Geschäfte und um die Entlastung des Vorstands bitten. Wir sind uns bewusst, dass unsere Statuten diesen Weg nicht explizit vorsehen, aber die aussergewöhnliche Lage zwingt uns zu dieser Massnahme. Wir hoffen auf das Verständnis unserer Mitglieder und danken für die fortwährende Unterstützung.

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Alters- und Pflegezentrum Feldheim in Reiden ausgezeichnet

Am 2. März 2020 hat das regionale Alters- und Pflegezentrum Feldheim in Reiden als erste Institution im Kanton Luzern die Auszeichnung «Qualität in Palliative Care» vom Verein «qualité palliative» erhalten. Herzlichen Glückwunsch!

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Neuer Leitfaden "Palliative Care in der Langzeitpflege"

Ein Leitfaden – in Form einer Box mit neun thematischen Broschüren – ist aus der Praxis einer Palliative Care Verantwortlichen in der Langzeitpflege für die Praxis entstanden.

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Medizinische Entscheidungen am Lebensende bei älteren Patienten in der Schweiz

Eine Studie der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich zeigt, dass bei über 65-Jährigen in 83.8 Prozent der Fälle mindestens eine medizinische Entscheidung am Lebensende getroffen wurde. Während die Einleitung und der Abbruch einer lebenserhaltenden Massnahme unabhängig vom Alter durchgeführt wurde, wurden mit zunehmendem Alter Behandlungen wie künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, Antibiotikatherapie, künstliche Beatmung, Chemotherapie und Dialyse seltener angewandt.

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Noch wenige Patientenverfügungen auf der Intensivpflegeabteilung

Eine Studie, die kürzlich im Universitätsspital Zürich durchgeführt wurde, zeigt, dass nur 20 Prozent der Patientinnen und Patienten auf der Intensivpflegestation eine Patientenverfügung erstellt haben.

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Wie stellen sich Kirchen und Religionsgemeinschaften zum begleiteten Suizid?

Die Sendung «Sternstunde Religion» von Sonntag, 1. März 2020 war diesem Thema gewidmet und die Schweizer Bischofskonferenz hat einen Leitfaden für Seelsorgende im Umgang mit Suizidwilligen veröffentlicht.

Künstliche Ernährung bei Palliativpatienten

Die Frage, ob bei Palliativpatienten mit einer künstlichen Ernährung begonnen werden soll, ist in der medizinischen Praxis stets schwierig zu beantworten. Ein Artikel, der kürzlich im Swiss Medical Forum erschienen ist, verdeutlicht die Problemstellung und rät zu einem stufenweisen Vorgehen.

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Geschäftsmässige Hilfe zur Selbsttötung ist künftig in Deutschland möglich

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat im letzten Februar das 2015 eingeführte Verbot geschäftsmässiger Suizidbeihilfe als verfassungswidrig erklärt.

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Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts

Wenn der Lebensanfang auf den Tod trifft

Wie gut werden Mütter in der Schweiz versorgt, deren Kinder kurz vor, während oder kurz nach der Geburt sterben? Eine Studie der Hochschule Luzern hat die Versorgungsqualität bei perinatalen Kindestoden untersucht.

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Auf Grund der gegenwärtigen COVID-19 – Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt bzw. werden in absehbarer Zeit nicht möglich sein. Falls Sie den Besuch einer Weiter- oder Fortbildungsveranstaltung geplant haben, so informieren Sie sich vorgängig beim Veranstalter über die Durchführung. Wir hoffen sehr, dass sich die Lage in absehbarer Zeit normalisieren wird. Nachfolgend finden Sie Veranstaltungen aufgeführt, die ab Juni 2020 geplant sind; wir hoffen, dass unsere optimistische Einschätzung zur Normalisierung des öffentlichen Lebens richtig ist.

Careum Weiterbildung – Palliative-Care-Angebote

Das Weiterbildungsangebot von Careum zum Thema Palliative Care finden Sie hier.

Grundkurs «Begleitung in der letzten Lebenspase»

Am 17. Juni 2020 organisiert Caritas Luzern einen Informationsabend für Menschen, die sich in der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden freiwillig engagieren möchten.

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Ethik der Seelsorge am Lebensende

Am 17. Juni 2020 organisieren das Institut für Sozialethik der Universität Zürich und die Reformierte Kirche des Kantons Zürich eine Tagung zur Ethik der Seelsorge am Lebensende.

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